Wirtschaft

21 Themen im Vergleich — Rubrik Wirtschaft

Themenpaare im Vergleich

DIE GASSPEICHER VERFEHLEN DAS WINTERZIEL

GELASSEN

Andere Bezugswege als im Krisenjahr 2022

Das Wirtschaftsministerium sieht trotz eines Füllstands von 62 Prozent keinen Grund zur Sorge, weil heute LNG-Terminals und Pipelinegas aus Norwegen zur Verfügung stehen. Man solle nicht allein auf die Speicher schauen, sagt ein Sprecher und weist zugleich italienische Vorwürfe zurück, Berlin habe absichtlich zu wenig eingelagert.

DURCHSCHNITT

Wenige leere Speicher drücken die Quote

Gefordert waren zum 1. November im Schnitt rund 70 Prozent, erreicht wurden knapp 62. Die meisten Anlagen melden 70 bis 90 Prozent, einige wenige liegen unter 40 Prozent, und der europäische Gaspreis überschritt wegen der Krise um die Straße von Hormus erstmals seit Dezember 2022 die Marke von 100 Euro je Megawattstunde.

PREISSCHOCK

Erstmals verpasst Deutschland die Speicherfrist

Am Großhandel kostete die Megawattstunde zeitweise 103,5 Euro, so viel wie zuletzt Ende 2022, und ohne Importe würde das eingelagerte Gas kaum bis Dezember reichen. Neukunden zahlen laut Verivox inzwischen 13,7 Cent pro Kilowattstunde statt 8,48 Cent im Februar, die Bundesnetzagentur rechnet mit niedrigen Ständen am Winterende.

DER ARBEITSMARKT ERHOLT SICH IM HERBST KAUM

ENTLASTUNG

40.000 Arbeitslose weniger als im September

Im Oktober sank die Zahl der Arbeitslosen auf 2,955 Millionen, die Quote fiel auf 6,3 Prozent. Bei der Bundesagentur waren 654.000 offene Stellen gemeldet, 31.000 mehr als vor einem Jahr, und konjunkturelles Kurzarbeitergeld bezogen zuletzt deutlich weniger Beschäftigte als im Vorjahr.

SAISON

Rückgang schwächer als für einen Oktober üblich

Rechnet man die jahreszeitlichen Effekte heraus, stieg die Arbeitslosigkeit sogar um 4.000, im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 44.000 Menschen mehr ohne Job. BA-Chefin Andrea Nahles hält die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine Besserung weiterhin für nicht ausreichend.

STILLSTAND

Weniger Jobs, mehr Arbeitslosengeld

Die Zahl der Erwerbstätigen liegt mit 45,77 Millionen um 211.000 unter dem Vorjahr, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung schrumpfte um 45.000. Mehr als eine Million Menschen beziehen Arbeitslosengeld, 88.000 mehr als vor einem Jahr, und der Stellenindex der BA gab erneut nach.

VW RUTSCHT MIT 5,8 MILLIARDEN INS MINUS

SUBSTANZ

Ohne Sondereffekte bleibt ein Milliardengewinn

Rechnet man Abschreibungen und Umbaukosten heraus, kommt Volkswagen nach neun Monaten auf 8,8 Milliarden Euro operativen Gewinn. Škoda stützt das Kerngeschäft, die Finanzdienstleistungen wachsen um acht Prozent, und für das Autogeschäft erwartet der Konzern zum Jahresende 32 bis 34 Milliarden Euro Nettoliquidität.

BILANZ

Porsche-Abschreibung frisst das Quartal

Im Sommerquartal stand unter dem Strich ein Verlust von rund 5,8 Milliarden Euro, vor allem wegen Sonderbelastungen von 7,8 Milliarden Euro. Dazu kamen Preisdruck, ein schwaches China-Geschäft und der höhere Anteil weniger rentabler Elektroautos, der Umsatz sank um 6,3 Prozent auf 75,3 Milliarden Euro.

ABSTURZ

China bricht um fast 40 Prozent weg

In China verkaufte der Konzern im dritten Quartal nur noch rund 406.000 Fahrzeuge, 38,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, weltweit gingen die Auslieferungen um 14,3 Prozent zurück. Die einstige Gewinnperle Porsche zwingt zu einer Wertberichtigung von 6,4 Milliarden Euro, und Finanzchef Arno Antlitz mahnt, man dürfe keine Zeit mehr verlieren.

CHINA HALBIERT DIE PKW-MARGE VON MERCEDES

STROMER

Rekord bei Elektroautos, ausverkauft bis 2027

Mercedes hat im Sommerquartal so viele reine Elektroautos verkauft wie nie, bei der Pkw-Sparte ein Plus von 61 Prozent. Elektrischer GLC, CLA, GLB und GLA sind in Europa für den Rest des Jahres vergriffen, Bremen, Rastatt und Kecskemét fahren drei Schichten, und außerhalb Chinas wächst der Absatz das dritte Quartal in Folge.

BILANZ

Mehr Gewinn, weniger Umsatz und Absatz

Unterm Strich verdiente der Stuttgarter Konzern im dritten Quartal rund 1,5 Milliarden Euro und damit mehr als ein Jahr zuvor. Umsatz und verkaufte Stückzahlen gingen aber zurück, vor allem weil die Nachfrage in China nachlässt, am selben Morgen legten Deutsche Bank und BASF deutlich bessere Zahlen vor.

EINBRUCH

2,5 Prozent Rendite und eine gesenkte Prognose

Die bereinigte Umsatzrendite der Autosparte fiel von 4,8 auf 2,5 Prozent, der operative Gewinn mit Pkw schrumpfte auf 560 Millionen Euro, in China gingen 31 Prozent weniger Autos weg. Schon am Vortag hatte Mercedes das Jahresziel auf zwei bis drei Prozent Marge gekappt und warnt vor höheren Materialkosten im vierten Quartal.

IFO-INDEX STEIGT ZUM SECHSTEN MAL IN FOLGE

INDUSTRIE

Fabriken planen wieder mehr Produktion

Im Verarbeitenden Gewerbe drehen Lage und Erwartungen erstmals seit mehr als drei Jahren ins Plus, getragen von zusätzlichen Neuaufträgen. Der Geschäftsklimasaldo der Industrie springt von minus 2,7 auf plus 1,2 Punkte, auch der Bau meldet zufriedenere Firmen.

ZAHLEN

Erwartungen rauf, Lage runter

Der Index klettert von 89,9 auf 90,2 Punkte und trifft damit ungefähr die Prognosen der Volkswirte. Die Erwartungskomponente steigt deutlich auf 91,6 Punkte, die Einschätzung der aktuellen Lage fällt dagegen auf 88,8 Punkte, obwohl Analysten hier mit einem Plus gerechnet hatten.

BREMSE

Dienstleister schwächeln, Investitionen bleiben aus

Bei den Dienstleistern trübt sich die Stimmung ein, nur IT-Firmen profitieren vom Bau neuer KI-Rechenzentren. Der IKB-Ökonom Klaus Bauknecht sieht keinen Hinweis auf einen tragfähigen Investitionsaufschwung, solange Unternehmen weder der Konjunktur noch den Standortbedingungen trauen, dazu kommen hohe Energiepreise.

UBS-STREIT BEDROHT BIS ZU 12.000 STELLEN

KOMPROMISS

Personal und Bank ziehen an einem Strang

Der Bankpersonalverband fordert die Parlamentarier per Brief zu einem tragfähigen Kompromiss bei den Kapitalregeln auf und verlangt zugleich, dass sich die UBS zum Standort Schweiz bekennt. Die Bank will die Einschnitte nach der Credit-Suisse-Übernahme gering halten und rechnet weiter mit rund 3000 Entlassungen über mehrere Jahre.

KAPITAL

Das Parlament ringt um 90 Prozent

Der Ständerat hat mit 29 zu 16 Stimmen beschlossen, dass die UBS ihre Auslandstöchter künftig zu 90 statt bisher 45 Prozent mit hartem Kernkapital unterlegen soll. Die Bank beziffert die Folgen auf rund 16 Milliarden Dollar zusätzliches Eigenkapital, der Nationalrat entscheidet frühestens im Dezember.

ABBAU

Ein Drittel der Heimatjobs steht auf dem Spiel

Bei einem Wegzug, Verkauf oder einer Fusion könnten laut Verband 10.000 bis 12.000 der 34.000 Schweizer UBS-Stellen wegfallen, zusätzlich zum laufenden Abbau. Die Folgen für die Beschäftigten seien nie untersucht worden, warnt Präsident Michael von Felten, schon heute müssten gut bezahlte Banker ihre Ansprüche senken.

AUDI BAUT SEIN ERSTES WERK IN DEN USA

WACHSTUM

Ein drittes Standbein neben Europa und China

Audi will in Georgia rund vier Milliarden Dollar investieren und etwa 4.500 Arbeitsplätze schaffen, ausgelegt ist das Werk auf 200.000 Fahrzeuge im Jahr. Mit vor Ort gebauten Premium-SUVs will Konzernchef Gernot Döllner das bislang nicht ausgeschöpfte US-Geschäft dauerhaft stärken.

ZÖLLE

Verkündet auf einer Trump-Kundgebung

Der US-Präsident gab die Investition kurz vor den Zwischenwahlen in Georgia bekannt, Döllner trat als Gast auf. Bisher importiert Audi alle US-Autos aus Europa oder Mexiko, die Zölle kosteten im Vorjahr 1,2 Milliarden Euro, der US-Absatz sank 2026 um 16 Prozent.

SORGE

Was bleibt für Neckarsulm und Ingolstadt?

Laut Betriebsrat ist der Bau noch gar nicht endgültig beschlossen, entscheiden müsse der VW-Aufsichtsrat. Neckarsulm muss bis Juni 2027 massiv sparen und ist schon jetzt schwach ausgelastet, Beschäftigte fürchten, dass Modellverschiebungen die deutschen Werke weiter schwächen.

BASF BESSERT DAS ANGEBOT FÜR EVONIK NACH

ZUSAGE

Jobs sollen gesichert bleiben

BASF will bestehende Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung bei Evonik einhalten, falls die Übernahme gelingt. Der BASF-Betriebsrat betont, die eigene Standortvereinbarung dürfe durch Deal und Finanzierung nicht ausgehöhlt werden.

PREIS

Rund 24 Euro je Aktie

Insidern zufolge liegt das neue Gebot bei etwa 24 Euro je Evonik-Aktie, zusammen mehr als 11 Milliarden Euro, nach zuletzt 22,15 Euro. Evonik äußerte sich nicht, die Aktie stieg zeitweise um knapp vier Prozent.

ANGST

Das Ruhrgebiet bangt um Stellen

Im Chemiepark Marl fragen sich Beschäftigte, wie lange ihr Job noch sicher ist, die SPD sieht Tausende der rund 11.000 Evonik-Stellen in NRW in Gefahr. NRW-Wirtschaftsministerin Neubaur lehnt die Übernahme ab, entscheidend ist die RAG-Stiftung mit 43,8 Prozent.

VOLVO CARS STREICHT 2.500 STELLEN

NEUSTART

Eine neue Strategie für China

Konzernchef Håkan Samuelsson will auf den Einbruch in China mit stärkeren Regionen und eigens angepassten Modellen antworten. Dazu sollen Plattformen mit dem Mutterkonzern Geely geteilt und zentrale Software direkt in China entwickelt werden.

SPARPLAN

Fünf Milliarden Kronen weniger Kosten

Volvo Cars will zusätzlich fünf Milliarden Kronen einsparen, 2.000 der 2.500 Stellen fallen in Schweden weg, über auslaufende Beraterverträge, natürliche Fluktuation und Abfindungsangebote. Bis Ende 2027 sollen die indirekten Kosten fast ein Viertel unter dem Niveau von 2024 liegen.

ZERMÜRBT

Schon wieder müssen Leute gehen

Laut Gewerkschaft ist es der vierte Stellenabbau in sechs Jahren, bereits 2025 waren rund 3.000 Stellen weggefallen. Im Quartal stand ein operativer Verlust von 5,6 Milliarden Kronen, nach 6,4 Milliarden Gewinn ein Jahr zuvor.

TESLA SCHLÄGT DIE PROGNOSEN, VERDIENT WENIGER

ÜBERRASCHUNG

Mehr Marge und Geld als erwartet

Tesla verdiente bereinigt 0,48 Dollar je Aktie statt der erwarteten 0,44, die Bruttomarge lag bei 19,6 Prozent. Der freie Cashflow war mit 1,53 Milliarden Dollar positiv, obwohl ein Minus erwartet worden war.

AUSBLICK

Robotaxis sollen ab 2027 zählen

Musk kündigt an, dass die fahrerlose Flotte ab 2027 spürbar zum Ergebnis beitragen soll. Schon jetzt stiegen die aktiven Abos des Fahrassistenten FSD binnen eines Jahres um 67 Prozent auf 1,74 Millionen.

EINBRUCH

Der Gewinn schrumpft, der Umsatz stagniert

Unter dem Strich blieben nur 787 Millionen Dollar Gewinn, der Umsatz verharrt bei rund 28 Milliarden. Während Konkurrenten neuere und günstigere Autos bringen, setzt Tesla weiter auf die älteren Model 3 und Y.

TESLA UND SPACEX PRÜFEN DIE FUSION

GRÖSSE

Der größte Firmenzusammenschluss aller Zeiten

Kommt die Fusion zustande, wäre sie der größte Zusammenschluss zweier Unternehmen überhaupt. Musk selbst zeigt sich offen für die Idee.

PRÜFUNG

Unabhängige Ausschüsse ohne Musk

Beide Aufsichtsgremien haben Sonderausschüsse aus unabhängigen Mitgliedern gebildet. Musk sitzt in keinem davon, eine Einigung über Bedingungen gibt es noch nicht.

MACHTFRAGE

Noch mehr Einfluss für einen Mann

Kritiker fragen, ob Musk damit zu viel Macht in einer Hand bündelt. Zudem müssten große Hürden genommen werden, etwa die Zustimmung der Tesla-Aktionäre.

VW RUFT 72.700 E-AUTOS ZURÜCK

VORSORGE

Prüfung statt Batterietausch für viele

Je nach Befund reicht ein Software-Update, ein Tausch ist nicht immer nötig. Halter können online prüfen, ob ihr Fahrzeug betroffen ist.

UMFANG

Rund 10.000 Autos in Deutschland

Betroffen sind vor allem ID.3, ID.4, ID.7, ID. Buzz und Cupra Born aus mehreren Baujahren. Fehler bei Zulieferern an den Hochvoltzellen gelten als Ursache.

BRANDGEFAHR

Nur noch 80 Prozent laden

Bis zur Werkstatt dürfen die Wagen nur zu 80 Prozent geladen werden, im Extremfall droht ein Brand. Für Volkswagen ist es schon der nächste große Rückruf binnen kurzer Zeit.

ITALIENS HÖCHSTES GERICHT STÜTZT DAS STAHLWERK TARANTO

ATEMPAUSE

Positives Urteil für die Ex-Ilva

Der Kassationshof gibt den Betreibern teilweise recht: Die Stilllegung der Hochöfen habe Gesundheit und Produktion nicht richtig abgewogen. Für die Beschäftigten ist das ein Hoffnungsschimmer.

VERHANDLUNG

Asbest und Feinstaub vor Gericht

Im Kern ging es um eine Mailänder Anordnung wegen Asbest und Feinstaub. Ob die heißen Anlagen wieder hochfahren, hängt nun an Auflagen und Finanzierung.

SCHADSTOFFE

Die Stadt zahlt mit ihrer Gesundheit

Viele Menschen in Taranto fordern seit Jahren die Schließung wegen der Verschmutzung. Arbeiter kämpfen dagegen um ihre Jobs, der Konflikt bleibt ungelöst.

ERZEUGERPREISE STEIGEN UM 6,7 PROZENT

KERNRATE

Ohne Energie bleibt der Anstieg moderat

Rechnet man Energie heraus, liegen die Preise gewerblicher Produkte nur 3,2 Prozent über dem Vorjahr. Der kräftige Sprung geht damit vor allem auf einen Bereich zurück.

PROGNOSE

Etwas mehr als erwartet

Im Monatsvergleich zogen die Erzeugerpreise um 1,9 Prozent an. Volkswirte hatten auf Jahressicht mit 6,3 statt 6,7 Prozent gerechnet.

ENERGIESCHOCK

Höchster Wert seit März 2023

Allein Energie verteuerte sich binnen eines Monats um 5,8 Prozent und treibt die Jahresrate auf den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2023. Das nährt die Sorge vor neuem Inflationsdruck.

BAUZINSEN SO HOCH WIE SEIT 2009 NICHT MEHR

VERHANDLUNG

Käufer haben noch Hebel

Interhyp-Chef Jörg Utecht rät Kaufinteressierten, vor allem beim Preis mit den Verkäufern zu verhandeln. Die Immobilienpreise liegen zudem noch unter den Höchstständen vor der Zinswende 2022.

ZAHLEN

Knapp 4,5 Prozent für zehn Jahre

Im Mai lag der Durchschnittszins für zehnjährige Darlehen noch bei 3,9 Prozent. Mit gut 4,4 Prozent ist das bisherige Zinshoch von Ende 2023 bereits überschritten.

BELASTUNG

Fast 200 Euro mehr Monatsrate

Iran-Krieg, Inflationssorgen und höhere Leitzinsen treiben die Baufinanzierung nach oben. Für eine durchschnittliche Finanzierung bedeutet das spürbar höhere Raten, manche Kunden halten sich zurück.

BUND PLANT EINEN FONDS FÜR DEN WOHNUNGSBAU

IMPULS

Privates Kapital für bezahlbare Wohnungen

Bauministerin Verena Hubertz will mit einem eigenen Fonds testen, wie sich privates Geld für bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnraum hebeln lässt. Die KfW soll die nächsten Schritte vorbereiten.

KONSTRUKTION

KfW steigt mit 100 Millionen ein

Die Förderbank soll als Ankerinvestor 100 Millionen Euro einbringen, insgesamt soll eine Milliarde zusammenkommen. Gefördert werden Neubauten mit höchstens 15 Euro Miete je Quadratmeter und hohem Energiestandard.

UNGEWISSHEIT

Erst einmal ein Markttest

Der Fonds ist ausdrücklich als Versuch angelegt, ob genug Investoren mitziehen, ist offen. Gegen den großen Wohnungsmangel setzt der Bund damit vorerst auf ein kleines Instrument.

MERZ EMPFÄNGT INVESTOREN, DIE PHARMA BLEIBT FERN

WERBUNG

200 Unternehmen in Berlin

Zum zweitägigen Investorentreffen erwartet die Bundesregierung rund 200 Firmen, oft durch ihre Chefs vertreten. Am Abend trifft der Kanzler Nvidia-Chef Jensen Huang, geplant ist eine KI-Kooperation.

ERWARTUNG

Investoren wollen klare Regeln

Ganz abwenden wollen sich die Geldgeber nicht, dafür ist der deutsche Markt zu wichtig. Sie verlangen aber ein klares Bekenntnis zur Energiewende und verlässliche Vorgaben.

ABSAGE

Kürzungen statt Investitionen

Von 36 großen Pharmakonzernen kommt fast nur die Sanofi-Chefin, Pfizer und Eli Lilly sagten ab. Lilly halbiert ein Vorhaben über 2,3 Milliarden Euro, Boehringer stoppt Projekte über 900 Millionen.

NETZENTGELTE STEIGEN 2027 LEICHT

ENTWARNUNG

Nur wenige Euro mehr im Jahr

Im Schnitt steigen die Stromnetzentgelte um 1,9 Prozent, für einen Haushalt mit 4.000 Kilowattstunden sind das rund acht Euro im Jahr. In Thüringen und Nordrhein-Westfalen sinken sie sogar.

ÜBERBLICK

Strom und Gas im Vergleich

Beim Gas liegt das Plus bei etwa drei Prozent, ein Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden kostet rund 19 Euro mehr. Die regionalen Unterschiede bleiben groß.

BELASTUNG

Weniger Zuschuss, höhere Kosten

Netzbetreiber wie Stromnetz Berlin begründen die Erhöhung mit einem geringeren Bundeszuschuss und gestiegenen Ausgaben. Für Kunden kommt der Aufschlag zu anderen Preisposten hinzu.

CHINA WÄCHST UM 4,5 PROZENT

SCHWUNG

Besser als erwartet

Im dritten Quartal legt die chinesische Wirtschaft um 4,5 Prozent zu, nach 4,3 Prozent im Vorquartal. Getragen wird das Plus von boomenden Ausfuhren, vor allem KI-naher Technik.

STATISTIK

Neun Monate im Plan

Nach Angaben des Statistikamts wuchs die Wirtschaft in den ersten drei Quartalen um 4,6 Prozent. Damit bleibt Peking auf Kurs für sein Jahresziel.

SCHWÄCHE

Die Binnennachfrage lahmt

Konsum und Immobilienmarkt bleiben schwach, der Export überdeckt die Probleme im Inland. Die starke Zahl täuscht über die Abhängigkeit vom Ausland hinweg.

BERLIN UND PARIS LOCKERN DAS VERBRENNER-AUS

SIGNAL

Neun Zehntel statt null Gramm

Der CO2-Ausstoß der Neuwagenflotten soll bis 2035 nur noch um 90 statt 100 Prozent sinken. Kanzler Merz spricht von einem guten Tag für Autofahrer und Arbeitsplätze, Förderung soll an Fertigung in Europa geknüpft werden.

POSITION

Ein gemeinsamer Vorschlag, noch kein Gesetz

Deutschland und Frankreich haben sich auf eine gemeinsame Linie verständigt. Sie bedeutet eine Abkehr vom bisher geplanten Aus für Verbrenner bis 2035.

KRITIK

Umweltverbände sprechen von einem Fehler

Verkehrsexperten und Greenpeace sehen den Klimaschutz im Verkehr geschwächt, die Grünen kritisieren den Deal scharf. Ein Branchenkenner warnt, Jobs könnten erst recht in die USA abwandern.

EUROWINGS PRÜFT KURZARBEIT

SCHUTZ

Verdi will mitreden und aufstocken

Sollte es zur Kurzarbeit kommen, fordert die Gewerkschaft einen Zuschuss zum Kurzarbeitergeld und eine Beschäftigungssicherung. Ähnlich sei man schon in der Pandemie vorgegangen.

PRÜFUNG

Gespräche mit der Arbeitsagentur

Die Lufthansa-Tochter prüft befristete Kurzarbeit im deutschen Flugbetrieb für den Winter. Wie viele Beschäftigte betroffen wären, ist offen.

KOSTENSCHOCK

Kerosin reißt ein Loch in die Bilanz

Allein in diesem Jahr rechnet Eurowings mit fast 250 Millionen Euro mehr Treibstoffkosten als geplant. Das Winterprogramm wird gekürzt, Verwaltungsstellen fallen weg.

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